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Der Schmiergeldskandal bei Siemens hat gezeigt, dass man in Deutschland schon mal als „Dino“  Bestechungsgelder in Höhe von 1,3 Milliarden Euro in dunkle Kanäle fließen lassen kann, ohne dass eine große Aufklärung stattfindet. Zu gut arbeiten Betroffene und Ermittler zusammen.

Einige hat man vor Gericht gestellt, doch die Starfen bezahlen die aus der Portokasse. 2011 soll nun „der frühere Siemens-Vorstand Thomas Ganswindt ..  sich ab Mitte Januar wegen der Schmiergeldaffäre des Konzerns vor Gericht verantworten“. (1)

Man sollte von dem Verfahren nicht zu viel erwarten, denn die „Clearingstelle in der Schweiz“ hat wohl schon vorgesorgt. So will sich etwa Siemens mit Ganswindt außer gerichtlich einigen, die Gespräche laufen schon seit einem Jahr.

Und auch die  rund 2,5 Milliarden Euro für „Strafen, Steuerrückstände und die interne Aufklärung“ hat Siemens schon längst wieder spielend leicht eingenommen. Korruption ist in Deutschland nur ein Kavaliersdelikt, wenn wundert das auch noch bei den Lobbyisten?(1)

1)http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE6BR02720101228

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Bestechung oder wenn Onkel Doc Money kommt.

In keinem anderen Land der Welt, außer den Problemstaaten Irak, Somilia und Afghanistan ufert die Korruption so aus, wie in Deutschland. Wir haben Platz 14 inne, in der Liste der korruptesten Länder der Welt und viele träumen schon längst von Platz EINS.

München scheint in diesem Machtspiel die heimliche Hauptstadt von Deutschland zu werden. „Es geht um Milliarden und um Mini-Summen, es reicht von Siemens bis ins Wohnungsamt der Stadt München: Korruption und Vorteilsnahme im Amt sind trotz der aller enttarnten Fälle immer noch überall anzutreffen“. (1)

„Bayern war da nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes voriges Jahr bundesweit sogar Spitzenreiter. Die Zahl der Korruptionsfälle ist hier sogar von 258 im Jahre 2007 auf 520 im Jahre 2008 sprunghaft gestiegen. Niedersachsen kam mit Platz 2 nur auf 419 Fälle“.(1)

„Einige Fälle aus München: Städtische Mitarbeiter nahmen Bakschisch für Sozialwohnungen, ein Beamter soll überteuerte Aufträge der Stadt seiner Frau zugeschanzt haben, es floss Schmiergeld beim Bau der Allianz-Arena, es gab Korruption in der Kfz-Zulassung oder verkaufte Aufenthaltsgenehmigungen. 1990 wurde gar der Chef der Lokalbaukommission verhaftet“.(1)

Was will man mehr, in Bayern war man immer schon für die „Großköpftete“, man wählt ja auch seit einem halben Jahrhundert CSU, weil Gott das angeblich so will.

1)http://www.webnews.de/http://www.abendzeitung.de/politik/146776

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Money get the world allround.

Money get the world allround.

Auch das angesehene „Manager-Magazin“ kommt nicht an hin, bezüglich der Korruption einzugestehen, „Bestechung ist hier zu Lande laut einer globalen Studie Alltag“. Und wir werden darin in diesem Alltagssumpf aus Filz, Korruption oder Bestechung immer besser und sind mit Botswana auf Platz 18 (2002, heute wohl noch weiter hinten). Auch hierin sind wir fit für die Globalisierung, die Globalisierung der Korruption und des Nichtstun, ob nun 2002 oder 2009.

„Wie fast überall in der Welt so habe sich auch in der Bundesrepublik nichts zum Besseren gewandelt. Korruption wird weiterhin als Norm angesehen.“ Und die Finanzkirse dürfte diesen Trend noch verstärken. Dabei haben wir Vorbilder in der EU, wie man diese Volks-  und Antidemokratieseuche stoppen und zurück drängen kann. Unsere Nachbarn im Norden sind dort ganz weit vorne. „In Skandinavien hat sich durch innovative Gesetzgebung ein System entwickelt, in dem es zunehmend riskant ist, Bestechungsgelder bereitzuhalten oder anzunehmen“. Warum gilt das nicht EU weit und somit auch bei uns?

EC lieben alle.

EC lieben alle.

„Der Kölner Spendensumpf den Bürgern (doch) demonstriert, dass sich eine vormals ehrliche Gesellschaft in einen Sündenpfuhl verwandeln kann“, und dann ist es meist zu spät. Was wollen wir nun, Sumpf oder Gerechtigkeit? Und auch meist ist die Politik bei Korrution mit an Bord, wie es Köln gezeigt hat. „…Die Machenschaften des Kölner Müllentsorgers Trienekens und Teilen der dortigen SPD noch keinerlei Eingang in die diesjährige Bewertung gefunden.“

Und seit 2002 hat sich daran nichts geändert, außer dass mit Siemens und Zumwinkel neue Diemnsionen erreicht worden sind. Die Bankenkrise wird uns hier aber noch mehr „sauren Wein“ einschenken, mehr als wir ertragen können.

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