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Die Riesterrente und ihr Baustein der innerbetrieblich angelegten Altersvorsorge wird mehr und mehr zum Abzockerinstrument für korrupte Zeitgenossen.

Wie nun durch den Beitrag von Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten bekannt geworden ist, entwickelt sich das Riestermodell mehr und mehr zum Korruptionssumpf.(1)

Bekannt geworden ist, dass  der Ex-Iveco-Betriebsratschef Andreas Märkls Schmiergeld für Altsersvorsorge erhalten hat.

Polizei ermittelt: Ex-Iveco-Betriebsratschef wurde bestochen
Der Ex-Iveco-Betriebsratschef Andreas Märkl hat gestanden, für die Vermittlung von Versicherungen der Mitarbeiter Geld erhalten zu haben. Gegen den Chef des Maklerbüros und einen Mitarbeiter wird ermittelt.
Am Mittwoch war es so weit: Die Polizei nahm den Chef (45) des Versicherungsbüros Magus in Wemding, nördlich von Donauwörth, und einen Mitarbeiter (39) fest“.(2)

Generell wurde dann in den Artiklen von Manfred Frieling und Albrecht Müller festgestellt, dass die „betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung .. eine Mogelpackung (ist)“. (2)

Und es wurden dann mehrere Punkte aufgeslistet, die der betrieblichen Altersvorsorge eine schlechten Ruf verpassen:

1) Schmiergeld für Versicherungsverträge (2)

2) Gefährdet sind nicht nur Betriebsratsvorsitzende und Betriebsratsmitglieder. (2)

3)Der Vorgang passt ins Bild der Umstellung eines Teils der Altersvorsorge auf Privatvorsorge zulasten der gesetzlichen Rente insgesamt: politische Korruption. (3)

4) Warum rumort es in den Betrieben nicht mehr? (2)

5) Die Rolle der Steueroasen als Sammelstellen für Schmiergelder (3)
 

6) Die Medien beschäftigen sich mit diesem Thema nicht angemesen. Das ist schon erstaunlich. (2)

Erstaunlich ist das nicht, wenn man weiß, dass die Politiker und Reichen über die Medien herrschen, als wäre diese die Nachfolger der altbekannten Hofnarren, nur das eben der Hofnarr ab und zu mal die Wahrheit sagen durfte.

Warum schweigt eigentlich das BMAS und Frau Ursula von der Leyen eigentlich dazu?(4) Kein einziger Hinweis auf der Internetseite des BMAS weist auf die Probleme der betrieblichen Rentenversicherung hin.

1)http://www.nachdenkseiten.de/?p=6438

2)http://www.nachdenkseiten.de/?p=3294

3)http://www.nachdenkseiten.de/?p=6393

4)http://www.bmas.de/portal/16702/startseite.html

*Iveco ist ein Akronym für Industrial Vehicles Corporation, also für eine Gesellschaft im Bereich der Nutzfahrzeuge. Der Sitz von Iveco ist in Turin. Iveco ist Teil des Fiat-Konzerns. http://de.wikipedia.org/wiki/Iveco

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Schön längst agiert die Mafia der Korruption global oder altdeutsch ausgedrückt, weltweit. Neuestes Beispiel dafür ist ein Manager bei Apple. Er wurde jetzte verhaftet und muss unter anderem mit einer Anklage wegen der „Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen“, rechnen. (1)

Konkret heißt das, der Mann hat „seit 2006 mehr als eine Million US-Dollar (rund 783.000 Euro) Schmiergeld von mehreren asiatischen Zulieferern angenommen und im Gegenzug vertrauliche Informationen des Apple-Konzerns weitergegeben zu haben. Demnach lieferte der ranghohe Verkaufsmanager den Firmen in China, Südkorea und Singapur Konzerndetails, die ihnen etwaige Vertragsverhandlungen mit Apple erleichtern sollten“. (1)

Dies führt jetzt dazu, dass der Manager nicht nur wegen der „Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen“ angeklagt wird, sondern zusätzlich wegen Betrugs, Geldwäsche und illegaler Geldtransaktionen. „

Dabei hat sich der korrupte Manager sehr klug verhalten, so dass es Probleme gab, ihn zu erwischen. „Er soll sich das Schmiergeld in kleineren Summen, die kein Aufsehen erregten, auf das Konto seiner Frau einzahlen lassen haben. Auf die Schliche kam Apple dem Mann demnach durch Emails, die er in dem Zusammenhang von seinem Firmenlaptop aus verschickte“. (1)

Schon überraschend mit welcher Mühe Manager sich korrupt Verhalten. Laut Angaben von EuroNews (2) hat der Manager vor Gericht auf  „Nicht schuldig“ plädiert. (2) 

1)http://www.n-tv.de/wirtschaft/Suendenfall-bei-Apple-article1278496.html

2)http://de.euronews.net/agenturmeldungen/

Hamburg hat einen neuen Korruptionsskandal, an den sich viele noch Jahre erinnern werden.

„Der Vorwurf: Kossak soll von dem Hamburger Unternehmer Kai Wünsche 200 000 Mark Bestechungsgeld angenommen haben. Es geht um Ausnahmegenehmigungen für zwei noble Apartmentblocks in bester Lage an der Außenalster, die teilweise außerhalb der Baugrenze stehen“.(1)

Der Unternehmer weiß wie man die „Feste“ feiert und wenn man so hofieren muss. „Kai Wünsche gilt in der Elbmetropole als schillernde Figur. Auf den Partys des Hauptaktionärs der Wünsche AG, zu der die Modemarken Joop! und Cinque gehören, tummeln sich prominente Hanseaten und illustre Gäste wie Ex-Außenminister Klaus Kinkel“(FDP). (1)

Und da ergibt isch dann so mancher Kontakt, der dann wie im Fall „Egbert Kossak, Oberbaudirektor“ zum Glücksfall im Korruptionsroulettespiel Hamburg wird. „Ebert Kossak wirkte 18 Jahre lang als Oberbaudirektor und gilt in Hamburg als bedeutender Architekt“. (1)

Das wusste auch Wünsche, doch er hat die zweite Reihe in den Unternehmen und Behörden übersehen. „Ausgelöst hatte die aktuelle Affäre ein entlassener Geschäftsführer der Wünsche-Immobilienfirma IKH. Arnold Lenggenhager, Whistleblower gab der Staatsanwaltschaft zu Protokoll, er sei dabeigewesen, als Wünsche die 200 000 Mark Schmiergeld überreicht habe“. (1)

Nun ermittelt der Staatsanwalt und man darf gespannt sein, ob er Anklage erhebt oder nicht.

1)http://suche.aol.de/aol/idoidPage?query=bestechung%2C+22.07.2010&type=web&pageNum=2&title=KORRUPTION%3A+Der+einzige+Zeuge+-+Deutschland+-+FOCUS+Online&s_it=web_serp&s_cid=31580275253095731295099935930811753870&u=http%3A%2F%2Fwww.focus.de%2Fpolitik%2Fdeutschland%2Fkorruption-der-einzige-zeuge_aid_177482.html

Schmiergeld

Längst ist Korruption in Deutschland gut organisiert, in immer neue Nischen stoßen die Täter vor und es sind oft 100.te von Mitarbeitern in den Unternehmen die davon wissen, jedoch schweigen.

Ob man es Kartell nennt wie beim Umsatzsteuerkartell der Deutschen Bank (1) oder den Kaffeeröstern (2) oder jetzt bei BASF Netzwerk, es geht immer um Schmiergeld oder Korruption als Oberbegriff.

Bei BASF in Ludwigshafen,  den „Standorten Schwarzheide in Brandenburg und im belgischen Antwerpen“ hat ein „gekündigter Ingenieur mit weiteren Mitarbeitern ein Netzwerk zum Zweck der Korruption gebildet“. (3)

Nach den bisherigen Erkenntnissen haben der Ingenieur und vier weitere Mitarbeiten zwischen 2000 und 2009 Aufträge gegen Schmiergeld in Höhe von einer Million Euro an ein hessisches Unternehmen mit 500 Mitarbeiter vergeben haben. Auch gegen den Chef des Unternehmens und Mitarbeiter wird ermittelt.

Alleine im Jahr 2009 hat die Firma in Hessen so Aufträge im Wert von 27 Millionen Euro erhalten. „Die BASF hat in der Zwischenzeit alle Verträge mit dem hessischen Unternehmen fristlos gekündigt und will alle Aufträge der letzten Jahre prüfen“. (3) Ein konsequenter Schritt den da BASF geht, oft machen Unternehmen gar nichts.

Man darf gespannt sein, wenn der Staatsanwalt seine Anklage erhebt, wie groß der Schaden insgesamt war. Eines weiß man jetzt schon und das gilt nicht nur für BASF, Korruption findet heute fast immer im Kartell oder Netzwerk statt, es sind viele daran beteiligt und sehr viele wissen davon und schweigen.

Schweigen wahrscheinlich aus Angst, denn wer sich mit Korruptionsfällen an die Behörden oder Öffentlichkeit wendet, der kann sich schon mal einen neuen Job suchen und eine gute Therapiestelle für Mobbingopfer.

Und unsere Politiker? Was machen die eigentlich gegen die organisierte Form der Korruption durch ganze „Banden“? Sie schauen weg, sie verharmlosen oder sie sitzen einfach da und hoffen, dass die Öffentlichkeit durch andere Themen abgelenkt wird.

Warum haben wir in Deutschland noch immer keinen Ombudsmann gegen Korruption mit Handlungs- und Kontrollbefugnis gegen über Ermittlern wie Staatsanwälten? Eine Frage, auf die sie keine Antwort bekommen, warum eigentlich

1) https://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2010/04/29/deutsche-bank-und-50-unternehmen-wegen-steuerhinterziehung-im-visier/

2) http://einfachabnehmen.wordpress.com/2010/01/14/preisabsprachen-wettbewerbsh%ef%bf%bdter-wittern-handel-hersteller-kartell/

https://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2010/01/16/deutsche-erfolgsstory-der-korrupten-kaffeeroster/

3) http://www.b2b-deutschland.de/wirtschaftsnews/100211/die-korruptionsaffaere-bei-basf-weitet-sich-aus/index.php