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Julian Assange

Da ist sie wieder, diese unsichtbare Hand aus Korruption, Unterdrückung und Informationssperre, die in der Demokratie wie in Scharfrichter im Schafspelz herumschleicht und zuschlägt. Es hatte einen schon gewundert, dass nach der Bekanntgabe durch Wikileaks das große Schweigen folgte. Es sollte nur die Ruhe vor dem Sturm sein, und viele werden nun verstehen, wenn Julian Assange sich immer vor Anschlägen auf sein Leben fürchtet.(1)

Die Befürchtungen sind nicht ganz haltlos, gerade wenn es um Steuerbetrüger und CD´s geht. Erinnert sei hier nur an den ersten toten Whistleblower in der CD-Steueraffäre, einem Mann aus Tirol. „Ein mutmaßlicher Informant, der Schweizer Bankdaten von Steuerhinterziehern an deutsche Finanzbehörden verkauft haben soll, hat sich Medienberichten zufolge in der Untersuchungshaft das Leben genommen“.(2)

Zeitungsausträger von Georg Scholz

Tote in Untersuchungshaft haben in Europa und gerade im deutschen Sprachraum eine lange Tradition. Frei nach Carl von Ossietzky, hier „gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat“.

Wikileaks und Ex-B(ä)nker Rudolf Elmer haben mit der anstehenden Veröffentlichung der CD mit den vielen, vielen Steuerbetrügern schon mal viel Schmutz aufgezeigt. Was wird erst sein, wenn die Daten im Net sind, 40 deutsche Politiker sollen mit auf der CD sein. Kein leichtes Leben das da auf Rudolf Elmer zu kommt, die Türangeln in den „Clearingstellen“ scheinen schon heute zu rauchen, bei dem Feuer das da kommt.

Die Reichen und die Schönen (?)

„Der ehemalige Mitarbeiter der Bank Julius Bär wurde am Mittwochabend abermals festgenommen. Es werde geprüft, ob Elmer gegen die Schweizer Bankengesetze wegen der Übergabe von CDs an WikiLeaks verstoßen habe, teilten die Züricher Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei gemeinsam mit“. (3)

Man kann nur hoffen, dass in der U-Haft nicht plötzlich wieder etwas passiert, was dann keiner erklären kann. Und man darf gespannt sein, wie lange die Haft dauert und was nach der Veröffentlichung geschieht.

1)https://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2011/01/17/wikileaks-veroffentlicht-cds-auch-mit-deutschen-steuerbetrugern/

2)https://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2010/10/15/erster-whistleblower-in-der-cd-steueraffare-tot/

3)http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE70J03320110120

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Sachsenmafia ohne Porsche

Der Bankenskandal in Deutschland geht weiter, jetzt hat er die größte Genossenschaftsbank von Deutschland erreicht. „Eine mutmaßliche Betrugsaffäre in Leipzig zieht bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank weitere Kreise“.(1)

Soll heißen, es geht um  einen Bestechungsskandal, in den die „Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) stärker als gedacht verwickelt“ ist.

Ein Skandal, der von einer Bank zu einem Unternehmen wandert und zurück. „Die Ermittlungen gegen die Apobank-Mitarbeiter stehen in Zusammenhang mit Vorwürfen gegen drei frühere Licon-Manager. Diese sollen über Scheinrechnungen mindestens fünf Mio. Euro ergaunert haben. Den drei verdächtigten Apobank-Managern wird vorgeworfen, bei Immobiliengeschäften möglicherweise eine Firma aus Sachsen bevorzugt und dafür Geld kassiert zu haben“. (1)

a greedy corrupt official

Diese Art Ossi zu Ossi Handgeschäfte sind auch nichts neues und werden in den neuen Bundesländern ausführlich gepflegt, nur bisher hat keiner mal reingeschaut, was das so abgeht bei der Sachsenmafia.

„Licon hat sich auf die Entwicklung und Sanierung hochwertiger Baudenkmäler spezialisiert. In Leipzig hat das Unternehmen zahlreiche Gründerzeithäuser modernisiert. Der Geschäftsbetrieb der Firma soll weiterlaufen“. (3)

Bei Licon soll die sportlichen Jungs aus dem Management – Porsche war obligatorisch Scheinrechnungen für 5,5 Millionen Euro ausgestellt haben, da wollten die Kollegen von der Apobank nicht hinten anstehen.(4)

Man darf auf die Ermittlungen gespannt sein, ob die neudeutsche  Mafia auch schon über Clearingstellen in der Schweiz verfügt. Mit dem Porscheerfolg* im Autosport ist es erstmal vorbei, Rennfahrer Florain war einer der drei korrupten Manager bei Licon.(4)

1)http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/bestechungsvorwuerfe-apobank-entlaesst-zwei-vorstaende;2683952

http://www.dradio.de/nachrichten/201011012100/2

http://www.fr-online.de/wirtschaft/ermittlungen-gegen-manager/-/1472780/4795108/-/index.html

2)http://www.licon.ag/licon.site,postext,willkommen.html

http://www.dgap-medientreff.de/news/technologie/apobank-beurlaubt-vorstand-wegen-ermittlungen-133461/

4)http://www.bild.de/BILD/regional/leipzig/aktuell/2010/10/21/razzia-immobilien-riese-licon/drei-manager-rechnungen-gefaelscht-fuenf-million-euro.html

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2592735

*Rennfahrer Florian S. wird im nächsten Jahr wohl keine Zeit für den Porsche-Cup haben. Bitter für sein Attempto-Racing-Team: Zum Saisonabschluss am Wochenende in Hockenheim gewann der Rennstall mit ihm die Teamwertung.(4)

Das große Interesse der Öffentlichkeit am ersten Prozess in Deutschkand im Rahmen der Finanazkrise hat wohl die Gerichte bewogen, Urteile zu sprechen.

So muss der Chefmanager der IKB, „Stefan Ortseifen, mit einer Verurteilung rechnen“. (1)

Die Richterin hat daran wohl keinen Zweifel gelassen. „Wegen Marktmanipulation“ muss er mit einer “ nicht unerhebliche Strafe“ rechnen,“sagte Richterin Brigitte Koppenhöfer am Mittwoch bei der Verkündung eines Kammerbeschlusses vor dem Düsseldorfer Landgericht. Gleichzeitig stellte die Kammer das Verfahren wegen Untreuevorwürfen gegen Ortseifen vorläufig ein“. (1)

Man darf gespannt sein, ob Ortseifen Bewährung bekommt oder in den Knast muss. Eigentlich sind bei Managern und Wirtschaftskriminalität die Richter immer sehr gnädig, so das mit einer Bewährungststrafe zu rechnen ist. Viel sollte man von deutschen Gerichten nicht erwarten, dafür sorgen schon die Clearingstellen in der Schweiz.

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE64P07O20100526

Schon im Fall des Zusammenbruchs von Quelle und Karstadt vielen die Praktiken der Manager der nun an die „Deutsche Bank“ verkauften, einst angesehen Privatbank SAL. Oppenheim auf.

Deutsche Geldströme

Zu viele Gelder sind leicht fertig ausgeliehene worden, zu viele Gelder sind bei Karstadt und Quelle über Umweg in Holland versackt.

Und nunbestätigte die Kölner Staatsanwaltschaft, dass Büroräume des Bankhauses in Köln und Frankfurt am Main durchsucht wurden“ (1). „Gegen frühere Manager der Bank ermittelt die Kölner Behörde (erneut) wegen des Verdachts auf Untreue“. (1)

„Verschiedene persönlich haftende Teilhaber (Managermodell Oppenheim) stehen im Verdacht, etwas mit Krediten zu tun zu haben, die ohne ausreichende Sicherheiten vergeben wurden“. (1)

Dabei hatte SAL Oppenheim nicht nur beim Karstadtbesitzer Arcandor die Finger im Spiel, auch bei der Bonner IVG Immobilien AG hatte man eine „strategische Beteiligung“ gehabt.

In dem Fall stinkt irgendetwas gewaltig zum Himmel und man kann nur hoffen, dass nicht wieder über Clearingstellen in der Schweiz staatsanwaltschaftliche Ermittlungen versanden.

http://www.koeln-nachrichten.de/index.php?id=7443

 


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