Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

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Nichts bringt so sicher Kohle in die eigene Tasche wie der Insiderhandel. Insider haben den sogeannten Informationsvorsprung, der den normal Sterblichen verwehrt bleibt.

„Juan Jose Fernandez Garcia und Luis Martin Caro Sanchez (haben) Konten beim selben US-Broker genutzt, um Aktienoptionen auf Potash im Wert von mehr als 61.000 Dollar zu kaufen, bevor die Übernahmeofferte von BHP am 17. August bekannt wurde“. (1)

Beide Männe rkamen aus Banken und waren dort für die Analyse von Börsenpapieren zuständig. „Nach SEC-Angaben ist der 36-jährige Fernandez Garcia Leiter Research Aktienderivate Europa“ bei der Banco Santander.  Luis Martin Caro Sanchez wird nur als Mitwisser erwähnt.

Für dieses Mitwissertun hat Luis ganz schön Kohle abgezockt. Garcia und Sanchez „sollen mit Insidergeschäften im Vorfeld der Milliardenofferte von BHP Billiton für den Kaliproduzenten Potash of Saskatchewan einen illegalen Gewinn von knapp 1,1 Millionen Dollar (870.000 Euro) erzielt haben“. (1)

Das reicht doch wohl für den nächsten Urlaub, oder? „Die amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC)“ hat Anklage erhoben,  „ein Richter hat die Guthaben der Angeklagten zeitlich befristet eingefroren“. (1)

Wir in Detschland haben keine SEC, das freut unsere korrupten Bänker und Börsenhändler über alles, denn „Good old Germany“ ist und bleibt ein  Paradies für Heuschrecken, Steuerbetrüger und andere korrupte Schmiergeldfans.

1)http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article9194872/Tippfehler-eines-Haendlers-sorgt-fuer-Beinahe-Crash.html?wtmc=RSS.Geld.Geldanlage

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Die Finanzkirse der Heuschrecken hat mehr als das Vertrauen in die marode Bankenwelt erschüttert, sondern es zeigt nun in in der Aufarbeitung bei den Geldinistituten, dass man zur Bilanzfälschung bereit ist, um seine Unfähigkeit zu kaschieren.

„Die Bank of America hat eingeräumt, … , in den Jahren 2007 bis 2009 seien mehrere Geschäfte falsch verbucht worden,…, der erste Buchungsfehler sei im März 2007 unterlaufen. Damals seien 4,5 Milliarden Dollar an falscher Stelle aufgetaucht. Zur größten Fehlbuchung sei es Ende September 2008 gekommen. Die US-Großbank bezifferte sie mit 10,7 Milliarden Dollar. Das Haus will die internen Kontrollen künftig verschärfen“. (1)

Nur wissen wir, Kontrollen sind so gut wie ihre Kontrolleure und bei tausenden von Buchungen pro Tag dürfte es mehr Genosse Zufall sein, als der Erfolg des maroden Bereichs Controlling, denn er hat in der Finanzkrise vollkommen versagt. Hier wollen uns Manager mal wieder tote Hosen mit weißen Kragen verkaufen.

Zum Glück gibt es in den USA wenigstens die SEC, die schon im Fall Siemens und Mercedes aktiv werden konnte. In Deutschland haben wir nicht einmal das, die „Polizei an der Börse“ sozusagen. Was wollen uns also die Politiker mit ihren Regeln für die Finanzwelt verkaufen? Warum haben wir in Deutschland keine SEC?

Ein goßes Rad drehen oder Kleinvieh macht auch Mist, das war der Hintergrund für die Falschbuchungen. “ Bei den Transaktionen handele es sich um kurzfristige Kredite und sogenannte Repo-Geschäfte für mit Hypothekenkrediten besicherte Papiere, …, dadurch wird die Schuldenlast eines Instituts reduziert“. (1)

Doch auch andere Banken haben ein großes Rad gedreht und die selben Mittel eingesetzt, so etwa Lehman & Brother. „Wirtschaftsprüfern zufolge soll auch die 2008 pleitegegangene Investmentbank Lehman Brothers ihre Bilanzen geschönt haben. Die SEC nahm deshalb Anfang des Jahres die Bilanzregeln großer Kreditinstitute unter die Lupe. Die Lehman-Pleite und die starke Verschuldung der Banken gelten als wesentliche Ursachen für die Finanzkrise“. (1)

Und wie man mit wenig Falschbuchungen viel Geld macht, zeigt der songenannte Repo-Markt, hier „besorgen sich Banken frische Mittel, die sie zum Kauf von Wertpapieren verwenden. Diese wiederum werden als Sicherheiten für weitere Kredite eingesetzt, mit denen sie neue Papiere erwerben. Auf diese Weise können die Institute mit nur wenig eigenem Kapital durchaus ein großes Rad an den Märkten drehen“. (1)

Und da sage noch einer, die Heuschrecken hätten nicht gewusst was sie machen. Nein, sondern hier zeigen die Finanzmarktjongleure nur, was sie alles machen könne, ohne dass man ihnen Einhalt gebeieten kann, außer es kommt zum Crash.

1)http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE66A06020100711

Bananenjoe

Die „Deutsche Bank“ scheint langsam zum Stammkunden bei den Staatsanwaltschaften rund um den Globus zu werden.

Wird schon in Italien und Deutschland gegen die Deutsche Bank (1), Vorstandschef ist der berühmt, berüchtigte Herr Ackermann, auch Bananenjoe genannt wegen seiner Freundschaft zu Frau Merkel, ermittelt, ist dies nun auch im US-Bundesstaat Massachusetts der Fall. (2)

Dabei ist die Deutsche Bank in Italien schon fast Stammkunde bei der Staatsanwaltschaft. „Die italienischen Ermittler sind bislang nicht zufrieden mit den Aussagen der Deutschen Bank zu ihrer Rolle im Parmalat-Skandal“. (3)

In Deutschland wird wegen der Mehrwertsteuerhinterziehung gegen 7 Mitarbeiter von Bananenjoe ermittelt (4) und nun in Massachusetts.

„Wie in Deutschland und Italien gehen nun auch die Aufsichtsbehörden des US-Bundesstaats Massachusetts dem Verdacht nach, dass die Deutsche Bank Finanzprodukte für Kommunen zu ihrem eigenen Vorteil ausgenutzt hat“. (5)

Westerwelle mag auch Bananen. 😉

Und nicht vergessen darf man das in New York laufende Ermittlungsverfahren gegen Ackermann und seine Bank. „Unabhängig von der SEC hat zudem in der vergangenen Woche die New Yorker Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen acht Banken eingeleitet und prüft, ob die Institute irreführende Angaben zu Hypothekenprodukten gemacht haben, die sie Ratingagenturen zur Bewertung vorgelegt haben“ . (5)

Man hat den Eindruck das der Name Deutsche Bank und Joe Ackermann immer was mit Korruption und Steuerbetrug zu tun hat, warum wohl?

Dann wundert es einen schon, wenn das Ex-Mitglied der SED, Frau Milbrit Illner mit Bananenjoe Ackermann eine Talkshow macht, wie mit einem Staatsgast. Ackermann durfte unkommentiert seine Europhilosophie und Antigriechenlandmeinung vor großem Publikum kundtun. Auch die Regierung Merkel musste daraufhin sich von Bananejoe sich distanzieren.

„Der Deutsche-Bank-Chef hatte gesagt, er bezweifle, dass Griechenland die Hilfskredite vollständig zurückzahlen kann. Die stellvertretende Regierungssprecherin Sabine Heimbach wies die Äußerungen am Freitag zurück: Sie entsprächen nicht der Auffassung der Regierung“. (6)

Stellt sich die Frage, welche Auffassung hat denn unsere Regierung? Gestern gegen die Transaktionsteuer für Finanzprodukte, heute dafür, und wenn das nicht geht, eben die Aktionssteuer für Finanzprodukte (7). So was nennt man Opportunismus oder Wendehalspolitik, und das wäre dann die merkelsche Auffassung ganz in ihrer Tradition und Herkunft.

1)http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/betrugsvorwurf-deutsche-bank-muss-in-italien-vor-gericht;2547819

2)http://derstandard.at/1271376740629/Massachusetts-Ermittlungen-gegen-Deutsche-Bank

3) http://www.netzeitung.de/wirtschaft/268090.html

4)http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EB05964C545AB45BF86B84085B1FB1CFE~ATpl~Ecommon~Scontent.html

5) http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE64E09V20100515

6) http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,694811,00.html

7) http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE64H0DT20100518


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