Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

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In Talkshows und auf Gala-Empfängen lassen sie sich wie Könige hofieren. In der Realität sind sie nur ein nachweis dafür, dass in der Wissenschaft Geld und Gier das Wissen bestimmt, insbesondere, wenn es um die Kaste der Juristen geht.

Die Gier nach dem Doktortitel als Anhängsel zum Beruf hat ein cleverer Promotionsberater* am nun Pleite gegangenen „Institut für Wissenschaftsberatung“ sich zu Nutze gemacht. Gegen Kohle, 20 ooo Euro für einen Titel, konnte man bei ihm den Doktortitel in Auftrag geben und in 350 Fällen soll das wunderbar gelaufen sein. (1)

Zu seinem System der gekauften akademischen Titel hat der Promotionsberater mit über 40 Professoren zusammengearbeitet, nur einer wurde mir Knast bedroht, das Urteil liegt vor muss aber noch akzeptiert werden „Der Hannoveraner Juraprofessor hatte vom Institut mehr als 150.000 Euro angenommen und wurde vom Landgericht Hildesheim zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, wegen Bestechlichkeit in besonders schwerem Fall“.(1)

Nun scheint der Fall dem Ende zu zugehen, was heißt, es wurde geschachert und verhandelt, damit ja den Göttermacher in Schwarz kein Haar gekrümmt wird.

„In der Affäre um gekaufte Doktortitel, die in den letzten Jahren bundesweit die Hochschulen erschütterte, nähern die Ermittlungen sich dem Ende. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat die meisten der rund 90 Fälle abgeschlossen. Die Verfahren gegen gut 40 Professoren seien gegen Geldauflagen eingestellt worden; sie müssten Summen in bis zu fünfstelliger Höhe zahlen, sagte Tino Seesko, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. Gegen vier Hochschullehrer seien Strafbefehle beantragt worden.(2)

Am Ende wurde keinem der „gierigen Kunden“ des Beraters die „akademische Würde aberkannt“, das sei notorisch schwierig, was immer das heiß mag, man kann auch sagen, viele zeigen hier ihre Unfähigkeit in der Umsetzung von Recht und Gerechtigkeit, die dies aber dann später in ihrer Tätigkeit anwenden sollen.

1)http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,603647,00.html

2)http://flash-news.net/universitaet/bestechung-bei-doktortiteln-geldauflagen-und-strafbefehle-gegen-44-professoren/

*Es handelt sich um eine Promotionsberatung, die seit mehr als 20 Jahren im Dunstkreis deutscher Hochschulen arbeitet, sattsam bekannt und höchst umstritten ist. Das Institut vermittelte zahlungswillige und -fähige Promotionskandidaten an Doktorväter. Es rühmte sich, bereits mehr als tausend Promotionsprojekte geplant zu haben; allein seit dem Jahr 2000 habe man über 350 Doktoranden zur Promotion verholfen und mit mehr als 40 deutschen Fakultäten zusammengearbeitet(1)

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Schon im Fall des Zusammenbruchs von Quelle und Karstadt vielen die Praktiken der Manager der nun an die „Deutsche Bank“ verkauften, einst angesehen Privatbank SAL. Oppenheim auf.

Deutsche Geldströme

Zu viele Gelder sind leicht fertig ausgeliehene worden, zu viele Gelder sind bei Karstadt und Quelle über Umweg in Holland versackt.

Und nunbestätigte die Kölner Staatsanwaltschaft, dass Büroräume des Bankhauses in Köln und Frankfurt am Main durchsucht wurden“ (1). „Gegen frühere Manager der Bank ermittelt die Kölner Behörde (erneut) wegen des Verdachts auf Untreue“. (1)

„Verschiedene persönlich haftende Teilhaber (Managermodell Oppenheim) stehen im Verdacht, etwas mit Krediten zu tun zu haben, die ohne ausreichende Sicherheiten vergeben wurden“. (1)

Dabei hatte SAL Oppenheim nicht nur beim Karstadtbesitzer Arcandor die Finger im Spiel, auch bei der Bonner IVG Immobilien AG hatte man eine „strategische Beteiligung“ gehabt.

In dem Fall stinkt irgendetwas gewaltig zum Himmel und man kann nur hoffen, dass nicht wieder über Clearingstellen in der Schweiz staatsanwaltschaftliche Ermittlungen versanden.

http://www.koeln-nachrichten.de/index.php?id=7443

 


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