Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Immer neue Tatsachen und Kompetenzprobleme im Korruptionsfall BayernLB

Posted on: 6. Januar 2011

Man mag es glauben oder nicht, doch wenn es nicht um 50 rätelshafte Millionen Dollar und eine kaputte Landesbank gehen würde, könnte man das mit dem Hauptmann von Köpenick ab tun. Da werden immer neue Tatsachen im Fall des Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky bekannt.(1)

Nun also soll taucht mit dem österreichischen Anwalt Gerald Toifl ein weiterer Mitspieler im Korruptionspoker BayernLB auf. „2007 gründete Gribkowsky ohne Wissen der BayernLB in Salzburg die „Sonnenschein Privatstiftung“. Unter deren Dach liegt das Vermögen noch heute, verwaltet vom österreichischen Anwalt Gerald Toifl. Er selbst wisse, von wem die 50 Millionen Dollar Gribkowskys kamen, ebenso wisse dies die Salzburger Justiz, sagte Toifl der österreichischen Nachrichtenagentur apa“.(2)

„Offenlegen will er die Herkunft freilich nicht. Er weist darauf hin, dass der Betrag in Österreich versteuert worden sei. Geblieben sind 25 Millionen Euro“. (2)

Und nun wurde nach über 4 Jahren endlich auch mal der deutsche, sorry, bayerische Staatsanwalt tätig und hat den Ex-Vorstand Gribkowsky verhaftet. Es laufen nun also endlich nach außenhin zu mindestens Ermittlungen, was die Clearingstelle in der Schweiz macht, darüber schweigen bisher die Götter, wie immer.

Zumindestens kam es jetzt offen zum Disput zwischen dem Staatsanwalt, der wohl so was wie Neutralität dem Publikum weisen machen will und der von der Politik zu eigenen Ermittlungen gedrängtem Krisenbankenvorstand. Weshalb die Politik nicht selber aktiv geworden ist, wird den Zuschauern dieser bayersichen Schmierenkomödie nicht erklärt.

Nur eines hat die Aufarbeitung des Falls bewirkt, plötzlich tauchen lauter Altfälle auf. So werden jetz auch wieder Ermittlungen in der HGAA-Affäre geführt. Und hier ist der Hintergund ein sehr guter Freund des Ex-Kanzlers und Ziehvaters von Angela Merkel, Leo Kirch. Helmut Kohl lässt grüßen udn wirft seinen unübersehbaren Schatten ins Rampenlicht der Ermittlungen.

„Die Landesbank hatte das Kirch-Engagement bei der Formel 1 übernommen, um durch einen späteren Verkauf wieder zu ihrem Geld zu kommen. 2006 wurde das Paket unter Federführung Gribkowskys an den Finanzinvestor CVC veräußert“. (3)

Und aus diesem Fundus scheinen wohl die 50 Millionen Euro stammen, die selbst den Österreichern Rätsel aufgaben, oder heißt das Rätsel etwa „Clearingstelel Schweiz“?  Man darf gespannt sein, wie weit der bayerische Staatsanwalt kommt oder ender alles wieder im Laufe der deutschen Gründlichkeit, das heißt Einstellung des Verfahrens?

Eines macht der Fall BayernLB klar, es wird Zeit, dass wir einen deutschen Korruptionsbeauftragten bekommen, der Wweisungs befugt gegenüber allen Ermittlern ist, ob aus den Institutionen oder der Justiz. Unterstellt sollte er jedoch der EU sein, damit nicht wieder ein langer Schatten die Clearingstelle in der Schweiz aktiviert, könnte ja sein zu fällig passieren, oder etwa nicht?

1)https://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2011/01/05/seit-2006-ermittelte-osterreich-schon-gegen-ex-bayernlb-manager/

2)http://www.focus.de/finanzen/banken/skandal-um-ex-bayernlb-vorstand-dubiose-millionen-und-ein-gut-informierter-anwalt_aid_587465.html

3)http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,737980,00.html

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