Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Beamter des Eichamtes bestiehlt Bäcker

Posted on: 7. August 2010

Es ist bekannt, dass Beamte für einen Apfel und ein Ei alles machen, Moral gilt in dem Berufskreis wohl wenig. Dieses Vorurteil bestätigt nun ein Kontrolleur des Eichamtes in Münster .

Jürgen Jankord, Chef von 43 Mitarbeitern in sieben Filialen und einer Backstube“ ist ein guter Gastgeber, denn  „eine Tasse Kaffee oder ein belegtes Brötchen werden den Kontrolleuren immer angeboten, das sei selbstverständlic“. (1) Doch was er mit dem Kontrolleur des Eichamtes Münster erlebte, das war selbst ihm zu viel.

„Dass sich der Eichamtsrat aber nach seiner Kontrolle drei Tüten mit frischem Gebäck vollstopft, wie Jankord sagt, und – ohne um Erlaubnis zu fragen – zusätzlich noch rund 20 Brötchen sowie vier zuvor als zu leicht befundene Brote einpackt, das ruft den Zorn des Handwerksmeisters hervor“.(1) Denn er muss ja den Besuch des Kontrolleurs teuer bezahlen.

„Er lehnt die Gebührenrechnung des Eichamtes ab (üblicherweise zwischen 700 und 900 Euro). >>Ich kann nicht für etwas bezahlen, wo mich ein Beamter im Dienst bestiehlt<<,  so der Konditormeister Jürgen Jankord. Und d arum geht es ja, das Beamte gerne zwei- und dreimal abkassieren, gehört heute fast schon zur Routine, gerade wenn es um Kleinvieh sich handelt.

Doch endlich ist mal einem Opfer die Hutschnur geplatzt und er hat Zivilcourage bewiesen, denn heute sind es 20 Brötchen, Morgen drei Brote und 40 Brötchen, dann noch einen Kuchen plus einer Torte und irgendwann will man dann etwas Kohle für die Karte zum großen Ball.

„Jankord wartet sechs Wochen lang auf eine Entschuldigung der Behörde. Vergeblich. Auf ein persönliches Treffen mit dem Kontrolleur, auf das dieser an einem neutralen Ort gedrängt habe, um den entwendeten Kuchen zu bezahlen, lässt sich der Konditormeister nicht ein. Jürgen Jankord erstattet Strafanzeige wegen Vorteilsnahme durch einen Amtsträger“. (1)

Und nun wartet der Konditormeister wie so viele Opfer von Korruption im Alltag, Mobbing oder Diebstahl auf die Ermittler, im November 2009 ist das Ganze geschehen, im Februar 2010 erfoglte die Anzeige des courgaierten Bäckers und jetzt haben wir August und „die Ermittlungen durch die Polizei dauern an, sagt der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, Stefan Lechtape. Das Ergebnis sei noch völlig offen“. (1) Riecht schon nach Einstellung wegen fehlendem öffentlichen Interessen.

Zurecht lässt der Konditormeister nicht nach, denn ihn wurmen auch die täglichen Mobbing-Attacken wie im Fall Emmely und anderer. Was wieder für die Rolle des Chefs von 43 Mitarbeiter spricht, der sich seiner Fürsorgepflicht bewusst ist, auch wenn er jetzt nur daraus Nachteile in Kauf nehmen muss.

 Der Handwerksmeister schaltete die Kreishandwerkerschaft Münster ein. Hauptgeschäftsführer Bernd Pawelzik schrieb an den Landesbetrieb in Köln. „In einer Zeit, in der Mitarbeiter nach langer Betriebszugehörigkeit wegen des Entwendens firmeneigener Sachen auch von geringem Wert ihren Arbeitsplatz verlieren können, ist nicht hinzunehmen, dass sich ein Mitarbeiter des Eichamtes in Ausübung einer Amtshandlung unberechtigt Waren aneignet.“

Nur darüber berichten die großen Medien nie, und Bernd Pawelzik hat recht, denn noch immer haben wir ein Grundgesetz (GG) vor dem angebelich alle gleich sind, nur eben nicht Beamte, für die gelten Sonderreglen auch wenn sie sich rechtswidrigen verhalten oder bedienen. Dabei ist Chef Jürgen Jankord ein fürsorglicher und umsichtiger Meister seines  Handwerks, denn eigentlich wollte er ja nur eine Entschuldigung.

Doch so beginnen alle Hardcorefälle von Mobbing, ob am Arbeitsplatz oder durch eine Behörde, plötzlich ist der Whistleblower das Opfer und der Täter wird geschützt auf Teufel komm raus.

1)http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/nachrichten/1365754_Baecker_klagt_gegen_Eichamt_Liess_Beamter_Backwaren_mitgehen.html

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