Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Bank of America und andere Falschbucher

Posted on: 11. Juli 2010

Die Finanzkirse der Heuschrecken hat mehr als das Vertrauen in die marode Bankenwelt erschüttert, sondern es zeigt nun in in der Aufarbeitung bei den Geldinistituten, dass man zur Bilanzfälschung bereit ist, um seine Unfähigkeit zu kaschieren.

„Die Bank of America hat eingeräumt, … , in den Jahren 2007 bis 2009 seien mehrere Geschäfte falsch verbucht worden,…, der erste Buchungsfehler sei im März 2007 unterlaufen. Damals seien 4,5 Milliarden Dollar an falscher Stelle aufgetaucht. Zur größten Fehlbuchung sei es Ende September 2008 gekommen. Die US-Großbank bezifferte sie mit 10,7 Milliarden Dollar. Das Haus will die internen Kontrollen künftig verschärfen“. (1)

Nur wissen wir, Kontrollen sind so gut wie ihre Kontrolleure und bei tausenden von Buchungen pro Tag dürfte es mehr Genosse Zufall sein, als der Erfolg des maroden Bereichs Controlling, denn er hat in der Finanzkrise vollkommen versagt. Hier wollen uns Manager mal wieder tote Hosen mit weißen Kragen verkaufen.

Zum Glück gibt es in den USA wenigstens die SEC, die schon im Fall Siemens und Mercedes aktiv werden konnte. In Deutschland haben wir nicht einmal das, die „Polizei an der Börse“ sozusagen. Was wollen uns also die Politiker mit ihren Regeln für die Finanzwelt verkaufen? Warum haben wir in Deutschland keine SEC?

Ein goßes Rad drehen oder Kleinvieh macht auch Mist, das war der Hintergrund für die Falschbuchungen. “ Bei den Transaktionen handele es sich um kurzfristige Kredite und sogenannte Repo-Geschäfte für mit Hypothekenkrediten besicherte Papiere, …, dadurch wird die Schuldenlast eines Instituts reduziert“. (1)

Doch auch andere Banken haben ein großes Rad gedreht und die selben Mittel eingesetzt, so etwa Lehman & Brother. „Wirtschaftsprüfern zufolge soll auch die 2008 pleitegegangene Investmentbank Lehman Brothers ihre Bilanzen geschönt haben. Die SEC nahm deshalb Anfang des Jahres die Bilanzregeln großer Kreditinstitute unter die Lupe. Die Lehman-Pleite und die starke Verschuldung der Banken gelten als wesentliche Ursachen für die Finanzkrise“. (1)

Und wie man mit wenig Falschbuchungen viel Geld macht, zeigt der songenannte Repo-Markt, hier „besorgen sich Banken frische Mittel, die sie zum Kauf von Wertpapieren verwenden. Diese wiederum werden als Sicherheiten für weitere Kredite eingesetzt, mit denen sie neue Papiere erwerben. Auf diese Weise können die Institute mit nur wenig eigenem Kapital durchaus ein großes Rad an den Märkten drehen“. (1)

Und da sage noch einer, die Heuschrecken hätten nicht gewusst was sie machen. Nein, sondern hier zeigen die Finanzmarktjongleure nur, was sie alles machen könne, ohne dass man ihnen Einhalt gebeieten kann, außer es kommt zum Crash.

1)http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE66A06020100711

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