Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Korruption beim Flughafenneuausbau Schönefeld.

Posted on: 21. Mai 2010

Seit Wochen kursiert ein Gerücht um den Flughafenneuausbau für Berlin in Schönefeld, das nun zum Ermittlungsfall wurde.

Erst am 08.05.2010 und 09.05.2010 hatte der Flughafen „Willy Brandt“ seine Baustelle für Besucher geöffnet. Es kamen etwa 100 000 Besucher, meistens „Ossis“, da es sich um den alten Flughafen der DDR gehandelt hat. Zu den 100 000 Gästen strömten noch 1500 geladene VIP`s, meistens Beamte mit „Sonderstatus und eigenem Fahrdienst“.

Die Wessis feierten 200 000 bis 250 0000 Mann stark die Öffnung des Flughafengeländes Tempelhof für die Öffentlichkeit. Ein Park soll jetzt auf der ehemaligen Luftbrücke im „Kalten Krieg“ entstehen. So ist das mit den Feiern in der Hauptstadt, es gibt sie immer noch, die zwei Teile.

Und so berichtet die in Brandenburg erscheinende Märkische Oderzeitung über einen Fall von Korruption beim Ausbau des Flughafens „Willy Brandt“, also Schönefeld. Nach Erkenntnis der Staatsanwaltschaft in Neuruppin sollen „der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) und die Firma Rohrleitungs- und Anlagenbau Königs Wusterhausen (RAKW)“ Aufträge manipuliert haben. „Nach Erkenntnissen des für Korruptionsfälle zuständigen Oberstaatsanwalt Frank Winter besteht der Verdacht, dass die Rohrleitungsfirma bei der Vergabe von drei Aufträgen bevorzugt wurde“. (1)

Laut Aussage der Flughafenbehörde sollte es beim Ausbau des Flughafens die „Ossi und Wessi üblichen“ Korruptionsfälle nicht geben. Dafür sollte auch der Namen Willy Brandt bürgen. „Das Investitionsvolumen beträgt 2,54 Milliarden Euro. Grundsätzlich würden die Rechnungen sehr sorgfältig geprüft, sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel zu dem Korruptionsverdacht gegen die beiden Firmen. Aber wir sind nicht gegen kriminelle Energie gefeit.“ (1)

Gegenüber der Morgenpost versicherte „Verbandsvorsteher Albrecht“, dass (jede) Auftragsvergabe mehrmals geprüft“ werde. Zusätzlich wird „von externen Beobachtern der unabhängigen Organisation Transparency International“ überprüft, wer welchen Auftrag bekommt, das gilt aber eben nur für europaweit vergebene Leistungen, also quasi an Ausländer, so ist das in Brandenburg im Jahr 2010. (2)

Sprüche klopfen und einen auf „Sheriff machen“ ist eine Sache, eine sinnvolle Kontrolle nach dem AGG eine andere, und hier hapert es wohl bei den Verbands- und Transparency-Experten. Von daher hatten die beiden Herren, also der „Verbandsvorsteher Wolf-Peter Albrecht und  RAKW-Geschäftsführer Wilfried Gromotka“ leichtes Spiel, sie haben einfach mit überhöhten Rechnungen gearbeitet, die Vergabe war ja eh abgesprochen. Das muss man erst mal nachweisen. (1)

Seit dem „11. Mai“ wurden die „Büro- und Privaträume“ der beiden Akteure durchsucht und man wartet jetzt auf die Erkenntnis des Chef der Neuruppiner Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für Korruption, Frank Winter. Insider lächeln da nur noch Milde, wenn der Namen fällt. Mehr darf man nicht sagen und schreiben, so ist das in Brandenburg und im Umland wie Berlin 2010.

1) http://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/?tx_rsmdailygen_pi1%5Barticle%5D=225358&tx_rsmdailygen_pi1%5Baction%5D=show&tx_rsmdailygen_pi1%5Bcontroller%5D=Articles&cHash=1fda49b2ee427a88918f4d9e82b49439

2) http://www.morgenpost.de/brandenburg/article1311021/Korruptionsverdacht-beim-BBI-Flughafenbau.html

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