Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Wieder ein korrupter Müllmanager, Lothar Kramm, BSR, nun vor Gericht

Posted on: 18. Mai 2010

 Wer gemeint hat, mit Müll lasse sich nur in Köln viel Geld in die eigene Tasche wirtschaften, der hat sich geirrt. (1)Obwohl die Manager der Stadtreinigung von Berlin (BSR) mehr verdienen als die Bundeskanzlerin, bekommen manche eben den berühmten Hals nicht voll genug. „Ob Stadtreinigung….., (oder bei) fast 50 Unternehmen in der Hauptstadt (verdienen) „die Chefs … oftmals weit mehr als die Mitglieder der Landes- und der Bundesregierung“. (2)

Konkret heißt das für den erst 2006 (3) in den Spitzenjob gelangten Müllmanager Lothar Kramm 286 000 Euro, immerhin 3000 Euro mehr als Merkel mit 283 000 Euro, Stand 2009. Das Einkommen der Manager bei der „Berliner Stadtreinigung (BSR): Vera Gäde-Butzlaff (321 000 Euro), Lothar Kramm (286 000 Euro), Andreas Scholz-Fleischmann (289 000 Euro)“ lässt sich doch sehen. (2)

Dabei ist der nun vor Gericht sitzende Lothar Kramm auf sehr seltsame Weise zu seinem Job als Müllmanager gekommen. „Wie BSR-Sprecherin Sabine Thümler gestern sagte, werde Kramm die Aufgaben des fristlos gekündigten BSR-Vorstandes Gerhard Gamperl übernehmen, nicht aber dem Vorstand angehören. Es handelt sich laut Thümler um eine Interimslösung, weil die beiden verbliebenen BSR-Vorstandsmitglieder nicht zusätzliche Arbeit übernehmen könnten“.(4)

Schon seltsam wie in Berlin Jobs in den Verwaltungen und senatseigenen Firmen vergeben werden. Ein Manager der leitet, aber nicht dem Vorstand angehören soll, vielleicht liegt hier schon des Pudels Kern für das Verhalten von Manager Kramm.

Bestechlichkeit und Verrat von Dienstgeheimnissen – so lauten die Vorwürfe die gegen Lothar Kramm, Topmanager der Berliner Stadtreinigung, erhoben werden“. (5) Nun also hat der Staatsanwalt endlich Anklage erhoben und so sitzt Kramm nun vor Gericht und nicht in seinem Büro und Vorstandssessel ohne das der ihm gehört.

Er war nie korrupt und steht nun da und sucht nach dem "Warum". 😉

Konkret geht es darum, dass Kramm „vor drei Jahren (bei der) BSR (und der) millionenschwere(n) Modernisierung der Müllverbrennungsanlage Ruhleben, (die) europaweit ausgeschrieben“ wurde, sich sehr aktiv Verhalten hat und sich so eine Provision von 600 000 Euro zusätzlich verdient haben soll. Das erinnert dann wieder an Köln und den Müllunternehmer Hellmut Trienekens (1) oder eben ein paar Nummern kleiner, Gerhard Hanke (54, CDU) (7), Bildungs- und Sportstadtrat von Spandau-Berlin.

Um an die Provision zu kommen, „soll der Finanzchef einen Bieter auf unzulässige Weise bevorzugt haben“, was in der Müllbranche wohl auffällig ist. Und auch der Lobbyismus spielt im Fall Kramm eine Rolle und zeigt wie notwenig die Einsetzung eines Ombudsmann mit Handlungsbefugnis für Berlin ist, aber eben nicht nur für die Hauptstadt, obwohl hier die Korruption wie die Pest im Mittelalter grassiert.

„Kramm war 2007 maßgeblich an der Vorbereitung zur Ausschreibung des 150 Millionen Euro schweren Auftrags beteiligt. Dazu hatte er laut BSR auch Kontakt zum Industrie-Lobbyisten Herbert G. aufgenommen, der jetzt beschuldigt wird, die Korruption eingefädelt zu haben“. (6) Von daher kommt diesem Prozess auch eine besondere Rolle zu, obwohl Lobbyist G. als Schaumschläger gilt, denn „die von ihm vertretene Firma sei noch vor Beginn des Bieterverfahrens wegen Differenzen über Haftungsfragen ausgestiegen“. (6)

Man darf gespannt sein, wie der Prozess ausgeht und wie der rot-rote Senat reagiert, denn von einem Ombudsmann gegen Korruption ist weit und breit nichts zu sehen und zu hören. 2011 sind Wahlen zum Angeordnetenhaus und da dürfte die Wahlbeteiligung unter 50 % rutschen und SPD und LINKE können sich dann in der Opposition mit dem Thema korrupte Hauptstadt näher beschäftigen.

1)https://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2010/05/12/kolner-mullunternehmer-hellmut-trienekens-muss-ins-gefangnis/

2) http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/144619/144620.php

3) http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/144619/144620.php

4)http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0410/berlin/0064/index.html

5)http://www.morgenpost.de/berlin/article1309774/Staatsanwaltschaft-klagt-BSR-Finanzchef-an.html

6)http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/korruption-bsr-vorstand-angeklagt/1840664.html

7) https://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2010/04/20/gerhard-hanke-cdu-berlin-spandau-unter-korruptionsverdacht/

Advertisements

2 Antworten to "Wieder ein korrupter Müllmanager, Lothar Kramm, BSR, nun vor Gericht"

Seit Kramm im Vorstand der BSR ist werden reihenweise gute vorher ins Haus geholte Industriemanger, die Licht in den Sumpf bringen und die Performance steigern sollen geschaßt, kaltgestellt und gegen Mitarbeiter, die mutig sind, systematisch vorgegangen.

Das ist ja wie bei den 10 kleinen Negerlein…

Eine große Sauerei! Hier sollten mal die Aufsichtsbehörden und Staatsanwaltschaft noch genauer hinsehen.

Django

Hallo Django,
Dank für den Hinweis, ich wede das nochmals posten. Gut, dass Du auch die Form der Anonymität gewahrt hast.
Nach außern verkaufen die Herren immer etwas anderes, wie verhält sich bitte der Personalrat dazu?
Gruß
Harry Gambler
PS. Am Ende waren alle „zehn kleine Negerchen weg“ und ist dann die BVG am „Ende“ wie die S-Bahn?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: