Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Kölner Müllunternehmer Hellmut Trienekens muss ins Gefängnis

Posted on: 12. Mai 2010

Clearingstelle Schweiz

Der ungekrönte König der Kölner Müllgesellschaft muss ins Gefängnis. Wie so viele reiche Leute war er einfach zu geizig, seine Steuern zu bezahlen. In den 90er Jahren des letzten Jahrzehnts, als alle normalen Arbeitnehmer mit höheren Steuern der CDU-FDP Regierung unter Kohl und dem Soli konfrontiert wurden, hat Trienekens die Schweiz entdeckt und beehrt.

Nicht aus Liebe zu dem Alpenland, sondern weil man dort unterschlagene Gelder gut und gewinnbringend deponieren konnte. Der Müllkönig von Köln hat laut Urteil des Kölner Landgerichts „sieben Millionen Euro in die Schweiz transferiert und von dort aus nützliche Aufwendungen“ an so wichtige Leute wie den „Geschäftsführer einer kreiseigenen Müllgesellschaft“ überwiesen.

Eine Hand wäscht die andere

Das Geschäftsmodell ist so alt wie unsere Gesellschaft und heißt, eine Hand wäscht die andere. Da er schon in einem Gerichtsverfahren 2004 mit einem Teilgeständnis, was immer das auch ist, verstehen bestimmt nur Juristen, punkten konnte, bekam er jetzt „zwei Haft auf Bewährung“ und muss sieben Millionen Euro Geldstrafe bezahlen und die gleiche Summe als „Bewährungsauflage“ abdrücken.

Keine Bange, der Mann ist 72 Jahre als und hat mit den „Aufwendungen“ sich ein gutes Alterseinkommen geschaffen, einen Hartz IV Antrag muss er nie ausfüllen. (1)

Und wenn man ehrlich ist, warum hat das Gericht nicht den Zusammenhang zwischen Trienekens und der europäischen Müllmafia untersucht. Denn dass es Clearingstellen in der Schweiz für Korruptions- und Bestechungsfälle gibt, bestreitet nicht einmal die Schweiz.

Er gehört zur Hartz IV Generation 2005

„Die Schweiz war nach Informationen der «HandelsZeitung» viel stärker in die Aktivitäten eines europäischen Müllkartells und somit auch in die Korruptionsskandale um Müllverbrennungsanlagen in Deutschland verwickelt als bisher bekannt (siehe Kasten). So sollen Schweizer Firmen, Berater und Anwälte im Zeitraum zwischen 1991 und 1999 auf Bankkonten der UBS, der Credit Suisse sowie einer kleineren Privatbank in Genf, Luzern, Zürich und Flims zwischen 500 und 800 Mio Fr. an Schmiergeld-Millionen gelagert und durchgeschleust haben. Bisher war nur eine Summe von knapp 100 Mio Fr. im Gespräch.
Zahler waren schweizerische und deutsche Anlagen- und Technologie-Konzerne. Die Schmiergelder flossen dann aus der Schweiz in bar zurück oder wurden über Offshore-Plätze wie der Kanalinsel Isle of Man an Privatpersonen überwiesen“. (2) (Clearingstelle Schweiz)

Die beiden Urteile und Unterlagen, die der Staatsanwalt vorgelegt hat, die müsste man mal einsehen dürfen. Vielleicht geschehen ja noch Zeichen und Wunder und wir bekommen mehr zu sehen, als wir erhofft haben.

1) http://www.koeln-nachrichten.de/index.php?id=7266

2)http://www.schweizerversicherung.ch/de/artikelanzeige/artikelanzeige.asp?pkBerichtNr=46799

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