Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Ein Mann der Kirche veruntreute 2,7 Millionen Euro und mehr.

Posted on: 8. Mai 2010

Nun wissen wir aus der Bibel, dass die Kirche die Auffassung vertritt, das Leben auf Erden sei eh nur ein vorübergehender Zustand der nur dazu da ist, zu prüfen, ob wir für das Paradies geeignet sind oder nicht. Diese Aussage ist natürlich sehr banal, genauso banal wie das Leben vieler Kirchenmitarbeiter, die sich für soziale Aufgaben einsetzen und so ihrem Leben einen Sinn geben.

Einen anderen Sinn im Leben sah ein Kirchenmitarbeiter im Bistum Limburg für sich an. Warum auf das Paradies warten wenn man schon auf Erden ein fürstliches Leben führen kann, im wahrsten Sinne des Wortes.

Nur dazu braucht man so was wie Geld, denn auf Erden zählen nun mal nur die materiellen Dinge mehr als die moralischen. Und so hat der Mitarbeiter sich das fehlende Geld dadurch beschafft, dass er Gelder umgeleitet hat.

Als Chef des Rentamts in Hadamar kam er wohl an die entscheidenden Stellen. Und der Staatsanwalt warf ihm vor, seit  „1999 3,8 Millionen Euro vom Konto des Gesamtverbands Limburg in die eigene Tasche gesteckt haben. Darüber hinaus habe der Beschuldigte rund eine Million Euro auf ein Konto der katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus in Lindenholzhausen überwiesen und dann unrechtmäßig abgehoben“. (1)

Was er mit dem Geld gemacht hat, sagte er nicht so genau, außer dass er seine beiden Töchter etwas zukommen lassen hat. Und die Anklage konnte bisher immer auch nur sich auf die Unterschlagung der 3,8 Millionen konzentrieren, denn die andere Million war geschickt getarnt.

Und strafrechtlich relevant ist eh immer nur das, was in den letzten 5 Jahren geschehen ist und im Fall des Kirchenmannes sind das nur 2,5 Millionen, auf das sich die Anklage im Prozess ab dem Dezember 2009 stützen konnte.

Nun liegt das Urteil vor, von dem wir jedoch bisher nichts erfahren haben, die Berichterstattung reißt am 05.03.2010 mit dem Hinweis ab, dass am 15.03.2010 das Urteil verkündet werden sollte.(2)

Es ist also unklar, was man für die Veruntreuung von 2,7 Millionen Euro bekommt, nach was der Kirchenmann heute macht. Nur eines ist klar, die Kirche ist mal wieder da angekommen, wo die Realität ist.

Und der Leiter des Rentamtes hat sich auch noch entschuldigt. „In seinen letzten Worten vor Gericht entschuldigte sich der 55-Jährige bei allen, die er geschädigt habe. Er könne sich heute nicht mehr erklären, wie es zu den Taten kommen konnte“. (2) Aber eben nur für die „362 Fällen“ ..und. rund „2,7 Millionen Euro“. (2)

„Der Bistumsmitarbeiter habe auf Kosten anderer «fürstlich leben» wollen“ und das kann er wohl auch noch, denn wo sind nun die anderes 2,1 Millionen Euro abgeblieben? Gut, ich weiß, so banale Fragen darf man an Kirchenmänner nicht stellen, die stehen ja über den irdischen Belangen, dann man viel Spaß beim Kirchensteuer bezahlen, einer wird schon eine sinnvolle Verwendung dafür finden. (2)

1) http://www.nh24.de/index.php?option=com_content&view=article&id=27793:bistumsmitarbeiter-soll-48-millionen-euro-veruntreut-haben&catid=22:allgemein&Itemid=59

2) http://www.nh24.de/index.php?option=com_content&view=article&id=30260:hohe-haftstrafe-fuer-kirchenmann-wegen-untreue-gefordert&catid=22:allgemein&Itemid=59

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