Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Gerhard Hanke (CDU), Berlin-Spandau unter Korruptionsverdacht.

Posted on: 20. April 2010

Der Stoff vom dem die Baubranche lebt.

Es vergeht fast kein Tag in diesem Land in dem nicht ein Politiker oder Beamter erwischt wird, weil er korrupt ist.

Mal ist es ein Mitglied der SPD, wie der ehemalige Vorsitzende des Bauausschusses des Angeordnetenhauses von Berlin und noch Chef des Petitionsausschusses, Ralf Hillenberg. (1)

Dann wieder ist es der für so ein wichtiges Amt wie Bildungs- und Sportstadtrat zuständige Gerhard Hanke (54, CDU). Hanke war nicht nur für die beiden Bereiche zuständig, sondern hatte auch die Nutzung der Räumlichkeiten der bekannten Zitadelle in Spandau in seiner Obhut.

Und diese Obhut scheint er weidlich ausgenutzt zu haben. Hanke steht im Verdacht der Korruption und Untreue, weil er wohl gemeinsam mit dem Pächter der renommierten Schänke in der Zitadelle eine private Party für seine Frau veranstaltet zu hat. Natürlich umsonst, dafür durfte dann der Pächter schon mal Räume ohne Pacht in der Zitadelle nutzen.

Wer sagt heute denn noch "Nein, Danke"?

Eine Hand wäscht die andere, nennt man so was im Korruptionsdschungel. Doch nicht genug der Gier nach viel und alles umsonst, auch wie bei Hillenberg ging es um günstige Bauaufträge. Diesmal war der Sohn eines Mitarbeiters aus der Sportverwaltung dran, nach dem Motto, was der Chef kann, kann ich noch besser.

„Darüber hinaus steht ein Mitarbeiter der Sportverwaltung im Verdacht, freihändig Bauaufträge an seinen Sohn unter Einflechtung von Scheinangeboten vergeben zu haben.“ (2) Es ist richtig was los in der Baubranche in Berlin, so soll auch „Rainer Platow als Abfindung so manches begehrte Mietshaus, am bekanntesten Krausnickstr. 1/Ecke Oranienburger“ erhlaten haben. „Aber in Hohenschönhausen musste ein neuer Platow her – am besten wieder ein Genosse aus dem Osten, die wissen wie es geht: Ralf Hillenberg.“ (2)

Berlin und Bauen heißt wohl immer Korruption und Untreue, so als wäre das der Normalfall. Der Senat und sein Chef, der Partylöwe und Nochbürgermeister Wowereit (SPD) äußert nicht zu den Vorfällen und Anhäufungen von Korruptionsvorwürfen, geanuso wenig wie der CDU von Spandau, Kai Wegner, warum wohl? Der „Detektiv mit der Sonnenbrille“ wird den Kommentar unter (1) an den regierenden Bürgermeister und SPD-Chef Wowereit weiterleiten.

Gelernt haben die Berliner Whistler Blower, sie machen nur noch anonyme Anzeigen, denn ansonsten macht man sie mit „Mobbing“ fertig. So ist das heute in Deutschland, Opfer renne oder du bist fällig. Schon längst hat viele Bürger und Insider, sowie Mitarbeiter in der Baubranche Berlin  ein Ohnmachtgefühl übermannt, was zu verstehen ist, wenn man hier lebt und aus versehen arbeitet, denn das ist im Dschungel Korruption nicht so gerne gesehen, Dreck am Stecken schon.

Und dann wundern sich immer wieder Politiker in dieser Stadt, warum wir so einen schlechten Ruf in der Bildung haben. Kennen diese Politiker überhaupt noch die Realität in unserer Hauptstadt oder im Land?

1) http://harrygambler2009.wordpress.com/2010/03/03/ralf-hillenberg-spd-berlin-zockt-ab/

2) http://www.bz-berlin.de/bezirk/spandau/boeser-verdacht-gegen-spandauer-stadtrat-article749967.html

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