Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Zeugenaussagen im Freundschaftsprozess des Waffenlobbyisten Schreiber

Posted on: 23. Februar 2010

Freundschaftswerbung

Keiner beherrschte das Geschäft mit Waffen, Geld und „Sponsorengelder“ – an den Begriff muss man sich seit dem Fall Rüttgers./.Wüst in NRW erstmal gewöhnen – so gut wie der Waffenhändler und –lobbyist Schreiber.

Im seinem Steuerhinterziehungsprozess kommen nun die ersten Zeugen und Geldempfänger zu Wort. So der  „frühere CSU-Politiker und Verteidigungs-Staatssekretär Ludwig-Holger Pfahls“, für den Schreiber „3,8 Millionen Mark auf einem Schweizer Konto platziert“ hat.  3,8 Millionen Deutschmarks, laut Pfahls sollen es nur magere „drei Millionen“ gewesen sein, so sein politisches Erinnerungsvermögen und das ist bei Politikern oft sehr gering ausgeprägt.

Die Kohle war der Lohn für „Rüstungsgeschäften, unter anderem in den USA“, unserem „Big Brother“ sozusagen. Und „es sei aber keine Bestechung gewesen“ so Pfahls weiter, sein  „Einfluss auf die Projekte bezeichnete (er) als gering“. (1)

Mal ehrlich gesagt, wenn man für wenig Einfluss 3 Millionen DM Bekommen hat, was kriegt man dann für mehr Einfluss? Und was kriegt man dann für keinen Einfluss? Sicherlich im letzten Fall die berühmte „A“-Karte und die haben wir Bürger in diesem Land auch verdient, wenn man solche Politiker an die Macht wählt.

Und wen Schreiber zahlte, dann musste er nie viel sagen, die Empfänger wussten immer warum es geht, auch so ein deutsches Phänomen der „Hand in Hand-Geschäfte“. „Der ehemalige Thyssen-Manager Winfried Haastert sagte, er habe von 1988 bis 1993 knapp zwei Millionen Mark erhalten. Diese seien aber nicht an Gegenleistungen geknüpft gewesen. Es seien Geschenke unter Freunden gewesen, übergeben in bar und ohne große Worte. Es sei zwar anzunehmen, dass Schreiber damit die Zusammenarbeit bei Projekten in Saudi-Arabien und Kanada habe fortsetzen wollen. Gesagt hat er das aber nie.“

Sponsorengelder

Geschenke unter Freunden, und Schreiber hatte viele Freunde, so lange er Geld hatte und Geschenke verteilte, mal wegen Waffengeschäften mit den USA, dann mit den „bösen Moslems“ in Saudia Arabien, oder den Nachbarn von Big Brother, den Kanadiern.

Im übrigen sei hier nur am Rande erwähnt, dass der Thyssen-Manager Winfried Haastert in der Tradition der Kaste der deutschen Manager schon „wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden“ ist.

Und außerdem ist bekannt, dass Schreiber nicht nur gegeben hat, sondern er bekam auch gute Angebote, quasi von Hand zu Hand-Geschäfte oder eine Hand wäscht die andere.

Richter Weigell hielt Haastert vor, Schreiber Provisionen für Vermittlungstätigkeiten in Millionenhöhe zugesagt zu haben. Dies gehe aus Papieren mit seiner Unterschrift hervor“.

Freunde für`s Leben. 😉

Wie sagte der Thyssen-Manager Winfried Haastert im Prozess aus, nicht für Gegenleistungen sondern das sind eben so Geschenke und Gegengeschenke unter Freunden. Und das heißt dann, Freunde für’s Leben sollt ihr sein oder ansonsten meldet euch schon mal beim Hartz IV-Club an. So schlecht war die Idee des Möwenpickmanagers gar nicht, als es der FDP eine Freundschaftsspende zu kommen ließ, wenn man das mal in den Kontext mit dem Freundschaftsclub von Schreiber setzt.

 1) http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE61L0DO20100222

http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-16885/karlheinz-schreiber-strippenzieher-auf-der-anklagebank_aid_470765.html

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