Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Die Steuerhinterziehungsorgie und der Frühstücksbaron von Guttenberg

Posted on: 1. Februar 2010

Ein Fürsprecher der kriminellen Steuerhinterzieher

Als Verteidigungsminister hat er bei der Aufklärung um Afghanistan mitversagt und als Frühstücksbaron von Davos hat er erstmal sich in die Angelegenheiten von Wirtschaftsminister Brüderle eingemischt und diesen brüskiert. Diese Umgangsformen scheinen in der Möwenpick-Regierung von Merkel/Westerwelle langsam Alltag zu werden. Jeder Macht in dem Chaosclub was er will.

Und so auch bei dem Steuerhinterziehungsfall Schweiz 2010. Ein beherzter Mitarbeiter einer Schweizer Bank (Geschlecht unbekannt) hat die Nase von seinem Job voll und wird wohl auch am Arbeitsplatz fertig gemacht. Er will raus einer dieser deutschen Steuergeldwaschmaschinen in der Schweiz, deshalb hat er von 1500 kriminellen Deutschen, die ihr Lebensziel darin sehen, die Gesellschaft um Steuergelder zu betrügen, aufgelistet.

Diese Datei hat er über einen Ombudsmann – was sehr clever von ihm war – dem deutschen Staat zum Kauf angeboten. Der Spottpreis von 2, 5 Millionen Euro macht von der Schadenssumme der hinterzogenen Steuergelder gerade mal 1,5 bis 2,5 % aus.

„Zwischen den Bundestagsparteien ist ein Streit darüber entbrannt, ob Finanzminister Wolfgang Schäuble einem Informanten 2,5 Millionen Euro für eine Liste von 1500 Steuersündern aus Deutschland zahlen soll. Laut Zeitungsberichten übergab der Mann den Steuerfahndern Stichprobenmaterial. Die überprüften fünf Fälle hätten ergeben, dass eine Steuernachzahlung in Höhe von jeweils einer halben Million Euro fällig wäre. Die Ermittler schätzten, dass die Unterlagen rund 100 Millionen Euro in die Staatskasse spülen könnten“.(1)

Doch wer gemeint hat, Finanzminister Schäuble (CDU), der Ex-Saubermann im Innenministerium würde, würde zugreifen, hat sich wohl geirrt. „Die SPD sprach sich dafür aus, Bedenken kamen aus der CDU und teilweise auch der FDP“.(1)

Es kommt wohl zu einer der übelsten und schädlichsten Diskussionen in diesem Land, dessen Wortführer von Guttenberg (CSU) ist.      „Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte in Davos der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag, er habe ein Problem damit, wenn man für etwas, das auf rechtlich fragwürdigem Wege in jemandes Besitz gelangt ist, Geld ausgibt. Der CDU-Wirtschaftspolitiker Michael Fuchs sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: Das ist ein gestohlenes Gut. Da würde man Diebe belohnen. Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Otto Fricke, sagte der FAS, hier gelte die alte Regel: keine Geschäfte mit Kriminellen“.(1)

Obwohl die Bundesregierung seit Jahrzehnten mit  „Kriminellen“ im Rahmen der Kronzeugenregelung  Geschäfte macht, will man nun bei den kriminellen Steuerhinterziehern einen Schutzschirm spannen, damit wohl nicht „eventuelle Spender“ für die Parteien CDU, CSU und FDP entdeckt werden, wie Gabriel von der SPD richtig bemerkt.

Nun muss Merkel entscheiden und das kann sie kaum, denn dazu fehlt ihr die moralische und ethische Kompetenz, die sie in 4 Jahren sich auch nicht erwerben wollte.

Für uns Steuerzahler ist dies wohl der größte Skandal, denn würde man die 100 bis 200 Millionen Euro zurückholen und die kriminellen Steuerhinterzieher gerichtlich belangen, dann hätte das Signalwirkung und es würden sich noch mehr Bankangestellte aus der Schweiz melden und der Steuerhinterziehungssumpf würde wohl dann für viele zum Verhängnis, wahrscheinlich auch für einige Parteien in Deutschland. In Deutschland wollte man noch nie Moral und Würde in der Politik, gerade dann, wenn man ein „C“ für christlich in seinem Namen trägt, wie eben die CSU oder CDU.

1)http://www.webnews.de/http://www.tagesschau.de/inland/steuersuender106.html

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