Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Deutsche Erfolgsstory der korrupten Kaffeeröster

Posted on: 16. Januar 2010

To make money with Coffee

Man muss nur gut im Rechnen sein, wissen, dass Deutschland keine eindeutigen, klaren und opferbezogenen Gesetze hat, und schon kann man mit Korruption reich werden.

Der Fall „der drei größten deutschen Kaffeeröster“ hat dies bewiesen. (1) Durch jahrlange Preisabsprachen haben sie „insgesamt 4,8 Milliarden Euro“ zu viel von den Kunden oder uns Verbrauchern abgezockt.

Nun hat das Bundeskartellamt ermittelt, geurteilt und festgestellt, hier haben Herren einen klassischen Fall von Preisabsprache durchgeführt.

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen in Höhe von insgesamt ca. 159,5 Mio. € gegen drei Kaffeeröster und sechs verantwortliche Mitarbeiter wegen Preisabsprachen verhängt. Bei den drei Unternehmen handelt es sich um die Tchibo GmbH, Hamburg, die Melitta Kaffee GmbH, Bremen, und die Alois Dallmayr Kaffee oHG, München.

Nach den Erkenntnissen des Bundeskartellamtes existierte seit mindestens Anfang 2000 bis zur Durchsuchung der Unternehmen im Juli 2008 ein Gesprächskreis bestehend aus den Geschäftsführern und Vertriebsleitern der Kaffeeröster. Der Gesprächskreis hatte vor allem den Zweck, das Preisgefüge der wichtigsten  Röstkaffeeprodukte (Filterkaffee, zeitweise auch Ganze Bohne-Produkte, Espresso und Kaffeepads) bei den Endverkaufs- und Aktionspreisen („Preisarchitektur“) aufrechtzuerhalten. Um dies zu erreichen, sprachen die Kaffeeröster im o.g. Zeitraum Höhe, Umfang, Zeitpunkt der Bekanntgabe sowie das Inkrafttreten beabsichtigter Preiserhöhungen miteinander ab; dies galt insbesondere für fünf Preiserhöhungen in der Zeit zwischen  2003 und 2008. Mit Ausnahme der letzten Preiserhöhung im März/April 2008 konnten alle Preiserhöhungen im Markt durchgesetzt werden“.(2)

Der hat jahrelang zu viel für seinen Kaffee bezahlt

Rechnet man nun den Gewinn der Preisabsprache hoch zu der Geldstrafe von 159,5 Millionen Euro, bleiben dem Kaffeefrühstückskartell der sechs Herren ein Reingewinn von sage und schreibe 4,8 Milliarden Euro minus 159,5 Millionen Euro Geldstafe gleich 4.640.500.000 Milliaren Euro Gewinn, dann sage noch einer Korruption lohne sich nicht in Deutschland.

Und was sagen unsere Politiker dazu? „Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) schlägt vor, die Kartellstrafe dem Verbraucherschutz zu gute kommen zu lassen“.(1) Mehr weiß die Dame nicht zu sagen, erschütternd, wenn man den Gewinn der Kaffeerösterkartells bedenkt, weitere Ermittlungen laufen noch. Nur die 4,65 Milliarden Euro rund bekommen wir nie wieder, warum eigentlich? 

1)http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/12/22/preisabsprachen-bei-kaffeeroestern/deutsche-zahlten-zu-viel-fuer-kaffee.html

2)http://kaffee.edelight.de/b/bundeskartellamt-geldbussen-kaffeeroeste/

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2 Antworten to "Deutsche Erfolgsstory der korrupten Kaffeeröster"

Das Bundes-kartellamt hat Geldbußen in Höhe von insgesamt ca. 159,5 Mio. € gegen drei Kaffeeröster und sechs verantwortliche Mitarbeiter wegen Preisabsprachen verhängt. Bei den drei Unternehmen handelt es sich um die Tchibo GmbH, Hamburg, die Melitta Kaffee GmbH, Bremen, und die Alois Dallmayr Kaffee oHG, München.

Guten Tag. Vielen Dank für die tollen Hinweise und Tipps. Echt super Blogbeitrag! Zu der Sache habe ich jetzt schon viele tolle Ratschläge gefunden. Schönen Gruß

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