Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Das hessische Steuerhinterziehungsmodell

Posted on: 18. Dezember 2009

Steuerhinterziehung macht Spass

Im Land von Koch und Jung ist die Hinterziehung von Steuern ganz einfach. Sie müssen da nicht viel machen, oder besser gesagt gar nichts, also einfach als selbstständiger Anwalt keine Steuererklärung abgeben und schon entfällt die Abgabe an den Fiskus.

Der Fall Wolski und Ehefrau zeigen einmal mehr, wie einfach das ist. Gerade die Ehefrau und Staatsrichterin macht klar, wie weit bei uns Korruption und Wegschauen alltäglich ist. Wie ging das dan zu? Ganz einfach, der Anwalt Wolski hat einfach jahrlang keine Steuererklärung über seine Einnahmen abgegeben und seine Ehefrau hat einfach per Unterschrift ides bestötigt, kann aber rechtlich nicht belangt werden.

Der zuständige Finanzbamte soll noch zusätzlich bei einem Steuerberater tätig gewesen sein, was Finanzbeamten laut Gesetz untersagt ist. „Weiteren Aufklärungsbedarf sehen die Grünen im Falle des inzwischen im Ruhestand befindlichen ehemaligen Finanzbeamten W. So habe die Frage, ob er bereits während seines aktiven Dienstes auch als Steuerberater tätig war, nicht beantwortet werden können. >>Hier warten wir auf die Antwort des Finanzministers. Es ist nach Beamtenrecht verboten, dass ein aktiver Finanzbeamter gleichzeitig als Steuerberater tätig ist<<, stellt Sigrid Erfurth klipp und klar fest“. (1)

Doch was interessieren schon Beamte Gesetze, das sieht man schon der Ehefrau des Anwalts. Glauben sie etwa, dass eine Richterin Strafanzeige gegen ihren Ehemann stellen würde, so viel Loyalität sollte man nun heute nicht mehr verlangen, wenn man auch noch weiß, dass der Finanzminister Weimar heißt und im Fall Wehner schon  mit „Gefälligkeitsgutachten“ sich hervorgetan hat. (2)

Der Finanzbeamte, der dem Anwalt Wolski ermöglichht hat, 2,6 Millionen Steuern zu hinterziehen, ist noch Verhandlungs unfähig, da er wohl einen Suzidversuch unternommen hat. Im Landtag spielt der Fall noch eine weitere Rolle, eben wegen der Ehefrau einmal. „Eine politische Dimension hat der Wolski-Prozess nicht nur, weil es um fragwürdige Praktiken der Finanzverwaltung geht. Die steuerlich gemeinsam mit ihrem Mann veranlagte Ehefrau Karin Wolski ist Richterin am Staatsgerichtshof“.(3)

Eines ist jetzt schon klar, wer in Hessen seine Arbeits als Finanzbeamter zuverlässig und mit stolz ausübt, wird fertig gemacht. Wer betrügt und Steuerhinterziehung fördert und eine Richterin zur Ehefrau hat, der hat sehr gute Chancen. Und ein Finanzminister muss sich auch keine Sorgen machen wegen seinen Handlungen und seiner Verantwortung, er hat ja die FDP als Koalitionspartner. Rücktritt ausgeschlossen, so einfach ist das mit der Verantwortung im Wunderland Koch.

1)http://www.webnews.de/http://www.fuldainfo.de/index.php?area=1&p=news&newsid=9662

2)http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/12/03/hessenwende-im-mobbingfall-wehner-und-drei-seiner-kollegen/

3)http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&key=standard_document_38464889

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