Der-Detektiv-mit-der-Sonnenbrille

Schweizer Bundesbeamte fördern Steuerhinterziehung

Posted on: 18. August 2009

Die Zunahme und Empfänglichkeit für Bestechungsgelder nimmt gerade in Europa zu. Oft sind die Ermittlungsbehörden hilflos, denn sie unterliegen zu vielen Restriktionen und das wissen die Täter  nur zu genau. Von daher haben sie auch immer weniger scheu davor wie Berater oder Marketingleute aufzutreten. Und oft wollen Ermittler auch gar nicht so viel wissen.

Aktuell ist ein Fall in der Schweiz in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, in dem „ein amerikanischer UBS-Kunde behauptet, ein Schweizer Bundesbeamte hätte ihm bei der Steuerhinterziehung geholfen“.*Und der Verlauf des Falles leist sich wie Handlungsanleitung für Steuerhinterziehung und das Problem, dass zu viele Behörden immer nichts wissen.

Der Fall:

Abkassieren Abkassieren

„Der in den USA erhobene Bestechungsvorwurf gegen einen Bundesbeamten im Zusammenhang mit der UBS-Steueraffäre hat in Bern Überraschung ausgelöst“.* Warum?

„Die bisher vorliegenden, gestern veröffentlichten Informationen der USA sind nicht geeignet, einen konkreten Tatverdacht zu begründen, sagte Balmer der AP weiter“.* Typisch Staatsanwalt.

„Bestechung ist ein Offizialdelikt und müsste im Falle von Bundesbeamten von der Bundesanwaltschaft (BA) verfolgt werden“.* Ja, wen man eben will.

Steuer hinterziehen Steuer hinterziehen

„Der Vorgang ist in der Sachverhaltsdarstellung beschrieben, die dem Schuldbekenntnis eines weiteren UBS-Kunden vor einem Gericht in Florida zu Grunde liegt“.* Also schon lange bekannt.

„Der Schweizer Anwalt habe den Beschuldigten davon überzeugen können, bezüglich seiner nicht deklarierten Schweizer Konten nichts zu unternehmen. Und zwar soll der Anwalt dem Klienten gesagt haben, ein Schweizer Banker habe eine Beziehung zu einem ranghohen Beamten in der Schweizer Bundesverwaltung, der wisse, welche UBS-Konten den US-Behörden ausgehändigt würden“.* Da sind Anwälte Spitze, bei Arbeitsprozesen dagegen brechen sie ein wie Elephanten auf dem Eis.

Genau Buch führen Genau Buch führen

„In der Sachverhaltsdarstellung werden die Namen des Anwalts, des Bankers und des Beamten, die an diesem bestechungsähnlichen Vorgang beteiligt gewesen sein sollen, nicht genannt“.* Klar doch, Täter müssen geschützt werden.

„Die Finanzmarktaufsicht hatte nach eigener Darstellung bis zur umstrittenen Verfügung vom 18. Februar dieses Jahres zur Herausgabe von 255 Kundendossiers keine Kenntnis von den Namen der betroffenen UBS-Kunden“.* Will man etwas wissen, muss man fragen.

 *http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/bundesbehrden_an_klrung_des_bestechungsvorwurfs_interessiert_1.3229812.html

 

 

 

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